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Alberta Rohardt

Consultant
Frankfurt

Sie haben Ihre Arbeit bei CNC im Moskauer Büro begonnen. Warum haben Sie sich damals für diesen Standort entschieden und was waren die Highlights/spannendsten Erfahrungen aus dieser Zeit?

Moskau ist aufgrund seiner wirtschaftlichen und geopolitischen Bedeutung und seines reichen Kulturerbes eine überaus spannende, einzigartige Metropole. Schon nach wenigen Tagen hat die Stadt mein Herz erobert und fasziniert mich bis heute.
Während meines Praktikums in einer russischen PR-Agentur traf ich unseren CEO Dr. Christoph Walther, der mich mit seinen Plänen für CNC auf dem russischen Markt begeisterte. Die Entscheidung für ein CNC-Büro in Moskau war schnell gefasst und ich war von Anfang an an Bord. Meine Russischkenntnisse kamen mir dabei natürlich zugute. Das Besondere an diesem „Abenteuer“ bleibt, dass sich meine persönlichen Interessen stets mit den beruflichen Zielen gedeckt haben: In meinem privaten, damals fast nur westlichen Bekanntenkreis konnte ich eine Reihe von klassischen Vorurteilen gegenüber Russland durch eigene sehr positive Eindrücke korrigieren. Das galt auch für den Arbeitsalltag bei CNC, wenn es darum ging, international agierende Unternehmen russischer Herkunft zu beraten. Übergeordnetes Ziel war und ist dabei stets, die große Lücke zwischen einer positiven wirtschaftlichen Situation und dem oft zu Unrecht kritischen Ruf einzelner Unternehmen in Russland zu verringern. Hier haben wir viel Aufklärungsarbeit geleistet und zu einer Versachlichung der Wahrnehmung beigetragen.

Hat sich der inhaltliche Schwerpunkt Ihrer Arbeit bei CNC nach dem Wechsel von Moskau in das Frankfurter Büro verändert?

Inhaltlich hat die Arbeit sich verändert, das Arbeitsumfeld ist jedoch dasselbe geblieben. Ich war begeistert festzustellen, dass trotz der kulturellen Unterschiede zwischen den einzelnen Büros ein gemeinsamer CNC-Spirit die Kollegen weltweit verbindet. Während meiner Zeit in Moskau habe ich viele Erfahrungen in cross-border Transaktionen und in der internationalen Positionierung russischer Unternehmen gesammelt. Von einem Wechsel in unser Büro in Frankfurt, Deutschlands Finanzzentrum, versprach ich mir zunächst zunehmende Expertise im Bereich Finanz- und Transaktionskommunikation. Kaum angekommen, schockte die Lehman-Pleite die Finanzmärkte, so dass ich mich in den Folgemonaten schwerpunktmäßig mit „Sondersituationen“ auseinandergesetzt habe: Überwiegend Insolvenzen, Schuldenrestrukturierungen, aber auch klassische Investor-Relations-Mandate. Auch hierbei habe ich viel Neues gelernt und Einblicke in eine ganz andere Art von Projekten erhalten. Transaktionen sind seitdem immer noch Mangelware. CNC profitiert in diesem Umfeld also davon, grundsätzlich Generalisten auszubilden, die dann flexibel auf unterschiedlichen Projekten eingesetzt werden können. Auch nach dem Wechsel nach Frankfurt kann ich mein in Moskau erworbenes Know-how weiterhin in der Zusammenarbeit mit einigen russischen Kunden einbringen.

Sie haben berufsbegleitend noch einen Studienabschluss an der London School of Economics (LSE) erworben. Wie ließ sich das mit Ihrer Beratungstätigkeit vereinbaren?

Ein Studium berufsbegleitend zu absolvieren hat viele Vorteile, ist aber auch mit viel Disziplin, Organisation und Einschränkungen der Freizeit verbunden. Mein Leben und die Arbeit in Moskau haben mich schnell dazu inspiriert, meinen akademischen Werdegang um die Themen Politik und Internationale Beziehungen zu ergänzen. An der LSE fand ich das passende Programm und habe innerhalb von drei Jahren einen BSc in Politics & International Relations erworben. Die Faszination für diesen Bereich, der mir auch tagtäglich in meiner Arbeit begegnet, war Hauptgrund für diesen zweiten Degree. Den Erfolg habe ich auch CNC zu verdanken. Denn obwohl das Studium tatsächlich nebenberuflich verlief, also nach der Arbeit und am Wochenende, fand ich bei Kollegen und im Partnerkreis viel Anerkennung und Zuspruch, was mich zusätzlich motiviert hat.

Sie sind bereits seit Anfang 2005 bei CNC, was begeistert Sie nach wie vor an der Firma und Ihrer Arbeit?

Bei CNC wird Teamgeist gelebt. Der Umgang ist freundschaftlich - in meinen Augen eine Grundvoraussetzung für professionelle Arbeit und hohe Einsatzbereitschaft, jedoch längst keine Selbstverständlichkeit mehr in allen Unternehmen. Darüber hinaus ist meine Faszination für strategische Kommunikation mit meiner Tätigkeit bei CNC stets gewachsen: In meiner täglichen Arbeit habe ich erlebt, welchen wirtschaftlichen und politischen Mehrwert eine Kommunikationsstrategie schaffen kann, wenn sie professionell und erfolgreich umgesetzt wird. Zu guter Letzt ist es die Internationalität von CNC, für die ich mich begeistere. Ich habe bereits mit allen CNC-Büros weltweit auf verschiedenen Projekten zusammengearbeitet. So wächst das eigene Know-how und Netzwerk nicht nur branchenspezifisch, sondern auch marktübergreifend, eine Chance, die nur wenige Jobs bieten!