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Dr. Marc Christian Theurer

Senior Associate
Brüssel

Sie sind nach Ihrer Promotion bei CNC eingestiegen. War die Umstellung auf den „Berateralltag“ sehr groß? Wie waren die ersten 100 Tage bei CNC?

Das Ende des Studiums und der Übergang ins Berufsleben stellt ja für jeden eine große Zäsur dar. Sich in diesem neuen Lebensabschnitt „einzurichten“, ist eine umso größere Herausforderung, wenn der Berufseinstieg in eine Beratung erfolgt. Hier gilt es, sich ab dem ersten Tag aktiv einzubringen und Verantwortung in seinen Projekten und darüber hinaus zu übernehmen. Mit unüberwindbaren Hürden war mein Einstieg bei CNC allerdings nicht verbunden, da ich nie gegen eine verschlossene Tür gelaufen bin. Bei CNC herrscht eine Kultur, in der der Austausch untereinander ausdrücklich erwünscht ist, ja sogar die Basis für den Projekterfolg darstellt. Und eine solche offene, dialogfreudige Kultur erleichtert den Einstieg ins Beratungsgeschäft natürlich enorm.

Welche Erfahrungen aus Ihrer Promotionszeit konnten Sie bisher bei CNC einbringen?

Die Fähigkeit, sich schnell und so umfassend wie möglich in einen neuen, mitunter sehr komplexen Sachverhalt einarbeiten zu können, ist eine Basisvoraussetzung für das Arbeiten bei CNC. Ob jemand promoviert hat oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Dennoch möchte ich die Promotionszeit nicht missen, da ich – ganz abgesehen von der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit einem Thema – gelernt habe, meine Arbeit besser zu strukturieren und zu organisieren. Davon profitiere ich letztlich auch bei CNC.

Sie arbeiten auf vielen „Public Affairs“-Projekten. Was ist aus Ihrer Sicht das interessanteste in dieser Kommunikationsdisziplin?

Aus meiner Sicht ist Public Affairs eine sehr komplexe Kommunikationsdisziplin, was schlussendlich auch ihren Reiz ausmacht: Public Affairs erstreckt sich nicht nur auf den politischen Prozess und die jeweils zentralen politischen Entscheider. Stattdessen müssen alle relevanten Stakeholder – von NGOs über Verbände bis hin zu den Medien – in die Kommunikation miteinbezogen werden. Die jeweils maßgeschneiderte, auf all diese Interessengruppen abgestimmte Kommunikationsstrategie zu entwickeln, ist immer wieder eine spannende Herausforderung.

Seit Anfang des Jahres sind Sie in Brüssel und haben eine wichtige Rolle im Rahmen des Neuaufbaus dieses Büros. Wie unterscheiden sich die Aufgaben dort von Ihrer bisherigen Tätigkeit am Berliner Standort?

Da viele meiner Berliner Public Affairs-Mandate seit jeher einen starken EU-Bezug hatten, ist mit dem Wechsel nach Brüssel kein fundamentaler Wandel in meinem Arbeitsumfeld einhergegangen. Aber selbstverständlich hat sich der Schwerpunkt meiner Tätigkeit nun deutlicher auf die EU-Ebene verschoben. Ein neues Büro sozusagen ab der „Stunde null“ aufzubauen, ist natürlich sehr spannend. Hier ist mein persönlicher Einsatz noch weitaus stärker gefragt; etwa beim Ausbau unseres Netzwerks, aber auch bei der strategischen Ausrichtung der neu hinzugekommenen Projekte. Das bedeutet ein Mehr an Verantwortung und für mich persönlich auch ein Mehr an Spaß an der Arbeit.

Wie ist die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Kommunikator und Experten für politische Prozesse in der EU wie Dr. Hanns Glatz?

Im Grunde kann einem jungen Berater nichts Besseres passieren, als mit einem so versierten Experten wie Dr. Glatz zusammenarbeiten zu können. Seine Erfahrungen und enormen Kenntnisse auf EU-Ebene sprechen schon für sich. Auf mich wirkt aber auch seine Fähigkeit, die eigene Herangehensweise kritisch zu hinterfragen und im Sinne des Projekterfolgs offen für neue Lösungsansätze zu sein, immer wieder beeindruckend. Kurz: Ich konnte und kann von ihm eine ganze Menge lernen.